22. September 2018 – 14.00 Uhr
Universität Zürich, Rämistrasse 59, RAA-G-01

Mémoires fragiles. Conserving Orientalist Architecture in Switzerland and beyond

Die auf das 19. und frühe 20. Jh. zurückgehende orientalisierende Architekturtradition der Schweiz ist erst in jüngster Zeit in den Fokus der internationalen Forschung gerückt. Der geplante Workshop soll auf die kulturelle Bedeutung dieses lange Zeit vernachlässigten Denkmalbestandes aufmerksam machen.

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Dieser belegt nicht nur das Interesse von Schweizer Reisenden, Architekten und Künstlern an der Architektur und Kultur der Islamischen Welt, sondern auch den Transfer islamischer Bau- und Dekorformen, welche die globale Bedeutung der Schweizer Architektur hervorhebt und einen wichtigen Beitrag zum Verständnis neuzeitlicher Rezeptionsprozesse darstellt. Wie unsere jüngsten Untersuchungen gezeigt haben, ist die orientalisierende Architektur ein ausgesprochen fragiles Kulturgut. So ist die Verlustliste orientalisierender Architektur während des 20. Jh. erschreckend gewachsen und auch heute noch gilt es sich aktiv für ihren Erhalt einzusetzen – der geplante Workshop ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Vorgesehen sind fünf Papers die aussagekräftige Fallstudien vorstellen. Ein öffentlicher Abendvortrag der Gesuchstellerin soll den Fokus schliesslich speziell auf die Schweiz richten, indem anhand ausgewählter Schweizer Beispielen das Potenzial orientalisierender Architektur aufgezeigt und die Problematik ihrer Erhaltung kritisch beleuchtet wird.

Serie: Kulturerbe total

In Zusammenarbeit mit ICOMOS Suisse